ARTHUR SCHOPENHAUER, 1788-1860


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So sieht der Melancholikus eine Trauerspielszene,
wo der Sanguinikus nur einen interessanten Konflikt
und der Phlegmatikus etwas Unbedeutendes vor sich hat.

(SCHOPENHAUER)

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rezension bei amazon zu buch 1:

(und kapitel 11 im buch Die Beharrlichkeit der Philosophen )

der vater schopenhauers beging selbstmord. arthur schopenhauer war seinem vater heinrich floris sehr zugetan. der hoch-sensible sohn verkraftete nicht, wie seine mutter (johanna) sich von ihrem ehemann, einem hamburger kaufmann, abwandte, - nachdem er zunächst sehr erfolgreich gewesen war, dann aber in sich verstärkender seelischer krankheit zwischen hoher reizbarkeit und sich immer mehr versteinernder depression hin- und her-schwankte. schopenhauers mutter sonnte sich derweil in narzißtischer eitelkeit und feierte sich selbstinszenierend als schriftstellerin und oberste fregatte ihres weimarer literarischen salons, in welchem auch, oh gott, goethe verkehrte. ein typischer wortwechsel zwischen verbittertem sohn und höhnischer mutter:


arthur:
"meine schriften wird man noch lesen,
wenn von deinen kaum mehr ein exemplar
in einer rumpelkammer stecken wird..."


mutter schopenhauer daraufhin:
"von den deinigen
wird die ganze auflage
noch zu haben sein..."

[p.s.: das befürchtet frizztext von seinem buch allerdings auch...]


die welt als wille, als zuviel rücksichtsloser wille - so erlebte schopenhauer alles ihm begegnende - und beharrlich schrieb er gegen diesen ekel an. seine herrische mutter mag in ihm eine generelle neurotische frauenfeindlichkeit begründet haben. seine putzfrau stieß er einmal im zorn rückwärts die treppe hinunter. die wehrte sich aber aüßerst intellektuell - und prozessierte: und das mit erfolg: zeitlebens mußte schopenhauer ihr eine rente zahlen. gerade eine gewisse cholerische, kochend misanthropische neigung (saulisch) mag den denker nun dahingetrieben haben, umgekehrt zum fundamentalen apostel der willenskritik zu werden (paulisch).

das resümee seiner philosophie ist nämlich letztendlich der hinweis auf die noblesse des nicht-wollens - welche in fernöstlicher kultur (für die er sich interessierte) damals schon zu hohem stil entwickelt war; heute feiert die hinwendung zu meditation und sonstigen theorien der gelassenheit deutliche wiederauferstehung: nachdem zwei weltkriege und gar manches andere allzu deutlich vor augen geführt haben, dass die gewaltsamkeit des wollens letztendlich eine sackgasse darstellt. "vulgarität", formuliert schopenhauer einmal, "besteht im grunde darin, dass im bewusstsein das wollen das erkennen gänzlich überwiegt." man hofft, dass diese einsicht sich immer mehr verbreitet - am besten auf allen kontinenten, in allen nationen...




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